Mein erstes 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring liegt hinter mir und was für ein Wochenende das war! Die Atmosphäre bei einem der größten Motorsport-Events der Welt live zu erleben und vor Hunderttausenden begeisterten Fans zu fahren, war ein unvergessliches Erlebnis.

unvergessliche tage

Bereits am Mittwoch konnten wir beim traditionellen Adenauer Racing Day die besondere Stimmung der Rennwoche aufsaugen. Spätestens dort wurde klar: Das wird ein ganz besonderes Wochenende.


Die Tage Donnerstag und Freitag standen ganz im Zeichen der Qualifyings. In den Sessions Qualifying 1, 2 und 3 konnten wir unsere starke Form eindrucksvoll unter Beweis stellen. Jede meiner schnellen Runden bedeutete die Bestzeit in unserer Klasse. Das Ergebnis: Pole Position in der BMW M2 Racing Klasse für das 24-Stunden-Rennen.


Ein ganz besonderer Moment war für mich der Start des Rennens. Ich durfte den ersten Stint übernehmen und die Einführungsrunde vor den zahlreichen Fans entlang der Nordschleife war schlichtweg überwältigend. Dieses Gefühl im Cockpit werde ich so schnell nicht vergessen.

(fast) alles lief nach plan!

Auch im Rennen lief zunächst alles nach Plan. Wir führten unsere Klasse in den ersten Stunden an und konnten ein starkes Tempo vorlegen. Besonders die Nachtstints auf der „Grünen Hölle“ gehören zu den beeindruckendsten Erfahrungen meiner bisherigen Motorsportkarriere.


Leider wurden wir am Sonntagmorgen durch einen unglücklichen Zwischenfall zurückgeworfen. Aufgrund einer Ölspur auf der Strecke kam es zu einem Unfall. Das Wichtigste dabei: Unser Teamkollege Tazio blieb unverletzt. Ein riesiges Dankeschön geht an das gesamte Team, das mit vollem Einsatz daran gearbeitet hat, unser Fahrzeug wieder einsatzbereit zu machen.


Nach den Reparaturen durfte ich als erster Fahrer wieder ins Auto steigen. Der BMW fühlte sich hervorragend an und ich konnte mit einer Zeit von 9:37,741 Minuten die schnellste Rennrunde der gesamten BMW M2 Racing Klasse setzen.


Trotz des Zeitverlusts durch den Unfall kämpften wir uns zurück und überquerten nach 24 Stunden die Ziellinie auf Platz drei. Natürlich wissen wir, dass wir an diesem Wochenende das Potenzial hatten, um den Sieg zu kämpfen. Doch genau das macht Motorsport aus: Nicht immer gewinnt das schnellste Auto.


Und trotzdessen war das podium nicht weit!

Umso stolzer sind wir auf diesen Podiumsplatz bei meinem ersten 24h-Rennen auf dem Nürburgring.


Ein großes Dankeschön geht an meine Teamkollegen Bennet Ehrl und Tazio Ottis, die einen hervorragenden Job gemacht haben. Ich bin stolz, Teil dieses starken Fahrertrios zu sein.


Ebenso bedanken möchte ich mich bei Walkenhorst Motorsport, der BMW Ehrl Gruppe und insbesondere bei unserem Ingenieur Enzo Scholz. 24 Stunden ohne Schlaf, immer auf der Suche nach Lösungen und mit wertvollen Tipps für uns Fahrer – wir hätten uns keine bessere Unterstützung wünschen können.


Ein besonderer Dank gilt außerdem meinen Partnern und Sponsoren, ohne deren Unterstützung dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre:


  • Hotel & Restaurant Köhlerhütte
  • HONPE ProtoTec GmbH
  • ACE Automobil Center Erzgebirge
  • Fahrlogistik Götze
  • LiberTec GmbH
  • HFW Steuerberatung
  • Werbe-Mann


Nach dem Rennen ist vor dem Rennen: Die Planungen für die nächsten Veranstaltungen laufen bereits auf Hochtouren. 

Ich freue mich darauf, schon bald wieder auf der Rennstrecke anzugreifen.